Die RaceBox mit eigenem Display funktioniert komplett ohne Smartphone. Lies vor der ersten Nutzung bitte auch die Sicherheitshinweise.
Bedienung
- Einschalten: Pfeil rechts (Taste unten rechts).
- Ausschalten: im Hauptmenü Pfeil links (Taste oben rechts) einige Sekunden halten.
- Navigieren: mit den Pfeiltasten hoch/runter (links). Pfeil rechts öffnet ein Menü, Pfeil links geht zurück.
Vor der ersten Fahrt
- Im Menü Einstellungen Zeitzone, automatische Abschaltung und Einheiten prüfen.
- Mit dem Saugnapf an der Frontscheibe befestigen – möglichst weit vorn und mit freier Sicht zum Himmel.
- Winkel so einstellen, dass du das Display vom Fahrersitz gut siehst.
- Schrauben des Saugnapfs nur von Hand festziehen – kein Werkzeug, nicht überdrehen.
Laden
USB-C-Kabel hinten anschließen und ein Ladegerät mit 2 A verwenden. Zum Prüfen des Ladestands die RaceBox einschalten und einige Sekunden warten: Ist der Akku voll, leuchtet die Anzeige oben links grün.
Im Ladeanschluss steckt ein magnetischer Schnellverschluss. Ziehst du ihn ab, passt jedes normale USB-C-Kabel.
Externe GPS-Antenne
Bei beheizter Frontscheibe oder schlechtem Empfang hilft eine externe Aktivantenne:
- Antenne hinten am SMA-Anschluss von Hand festschrauben – kein Werkzeug, nicht überdrehen.
- Kabel nach außen führen, Antenne auf dem Dach befestigen. Das Kabel darf nicht in Türen oder Verkleidungen eingeklemmt oder scharf geknickt werden.
- In Einstellungen → GPS auf die externe Antenne umstellen.
Hauptmenü & Statusanzeige
- Lap Timer: Runden- und Sektorzeiten auf der Strecke
- Drag Meter: Beschleunigung, Viertelmeile, 100–200 km/h und mehr
- Verlauf: gespeicherte Sessions ansehen
- Einstellungen: Gerät konfigurieren
Oben in der Mitte zeigt das Display die Uhrzeit, die per GPS gestellt wird – stimmt sie nicht, die Zeitzone prüfen. Links oben stehen Akkustand und WLAN-Status (grün = an, grau = aus); ein rotes Symbol daneben warnt vor vollem Speicher.
GPS-Anzeige oben rechts: „NO FIX“ = keine Position. Drei leere Balken = schwacher Empfang. Ein voller Balken = Genauigkeit besser als 1,5 m, zwei = besser als 1 m, drei = besser als 0,5 m.
Für beste Ergebnisse vor dem Losfahren auf mindestens zwei volle Balken warten.
Lap Timer
Strecke wählen
Die RaceBox schlägt Strecken in deiner Nähe vor. Jede Strecke kann mehrere Konfigurationen haben (Start/Ziel und Sektoren). Warst du zuletzt am gleichen Ort, wählt sie die letzte Strecke automatisch. Fehlt deine Strecke, lade sie per App hoch oder lege sie direkt am Gerät an (siehe unten).
Während der Fahrt
Die Aufzeichnung startet automatisch, sobald du losfährst, und endet, wenn du anhältst. Manuell beendest du sie mit Pfeil links. Oben stehen Geschwindigkeit und Runde, Sektor- und Rundenzeiten blenden sich automatisch ein. Mit Pfeil rechts wechselst du die Strecke.
Anzeigemodi (Pfeil hoch/runter):
- Bestrunde: aktuelle Rundenzeit in der Mitte, beste Runde unten rechts
- Letzte Runde: aktuelle Rundenzeit, letzte Runde unten rechts
- Prognose: voraussichtliche Zeit der laufenden Runde, darunter der Abstand zur Bestrunde
Die Prognose lernt eine Referenzrunde pro Strecke. Wechselst du die Strecke, braucht sie erst wieder eine vollständige Runde. Fahren mehrere Personen mit derselben RaceBox, die Referenz in den Einstellungen zurücksetzen.
Offene Strecken
Bei Strecken mit getrenntem Start und Ziel (z. B. Nordschleife Brücke–Gantry) wird pro Session eine Runde aufgezeichnet. Vor der nächsten Runde einige Sekunden anhalten, damit die Session endet.
Zusammenfassung
Nach jeder Session mit mindestens einer vollen Runde siehst du die beste Runde, die theoretische Bestrunde (Summe der besten Sektorzeiten) und eine Liste weiterer guter Runden.
Eigene Strecke anlegen
Ohne App kannst du in der Streckenauswahl unter „Custom Track“ Start/Ziel und Sektoren selbst festlegen. Die Breite der Messlinien stellst du in den Lap-Timer-Einstellungen ein (4 bis 20 m).
Drag Meter
Pro Lauf misst die RaceBox bis zu vier Disziplinen. Vorher auf GPS-Empfang (mind. zwei Balken) warten.
- Geschwindigkeit: 0–60, 0–100, 100–200 und 0–200 km/h (bzw. mph-Werte)
- Strecke: 60 ft, 100 m, 200 m und 400 m (bzw. 1/16, 1/8 und 1/4 Meile)
- Eigene: frei definierbare Disziplinen in den Drag-Einstellungen
Einfach losfahren – die Zeiten laufen automatisch. Nach dem Anhalten erscheint eine Zusammenfassung. Eine Session fasst bis zu 100 Läufe und endet erst, wenn du den Drag-Modus verlässt.
- 1-ft-Rollout: Bei Streckendisziplinen und „0 bis X“ startet die Zeit erst nach 1 Fuß (ca. 30 cm) Fahrt – wie an echten Dragstrips. Ein- und ausschaltbar.
- Fliegender Start (z. B. 100–200 km/h): mehrfach pro Lauf messbar, gespeichert wird der beste Wert.
- Bremsweg: wird erfasst, wenn die Zielgeschwindigkeit niedriger als die Startgeschwindigkeit ist.
- Startampel: Pfeil rechts startet einen Countdown und misst deine Reaktionszeit. Fehlstarts werden markiert, der Lauf aber trotzdem gespeichert.
Zwei Anzeigen (Pfeil hoch/runter): Normal mit Geschwindigkeit, Disziplinen, letzter Zeit und Steigung – und Prognose, die die Zeit der längsten Disziplin vorhersagt. Mit einer Zielzeit färbt sich die Prognose grün oder rot (±0,1 s).
Verlauf
Im Verlauf findest du alle Sessions, getrennt nach Strecke und Drag, sortiert nach Datum.
- Strecke: Ort, Anzahl Runden, Bestrunde, theoretische Bestrunde, Höchst- und Mindestgeschwindigkeit, maximale g-Kraft. Mit hoch/runter siehst du alle Rundenzeiten; die Bestrunde ist grün, Ein- und Ausfahrt sind mit „Ent“ und „Ex“ markiert.
- Drag: Datum, Rollout-Einstellung, Disziplinen und Bestwerte. Pro Lauf außerdem Höchstgeschwindigkeit, Reaktionszeit, Endgeschwindigkeit und Bremsweg. Läufe mit zu viel Steigung oder Gefälle (über 1,5 %) werden markiert.
Die ausführliche Analyse bietet die RaceBox-App.
Einstellungen
- Lap Timer: Strecke, Anzeigemodus, Prognose-Referenz zurücksetzen, Strecken verwalten, Einblenddauer der Zeiten (3/5/7 s), Breite der Messlinien eigener Strecken
- Drag Meter: eigene Disziplinen, 1-ft-Rollout, Anzeigemodus, Prognose, Startampel
- WLAN: ein/aus, Passwort
- Helligkeit
- GPS: Status, interne oder externe Antenne
- Beschleunigungssensor: kalibrieren, um den Einbauwinkel auszugleichen
- Speicher: Belegung, Sessions löschen
- Einheiten: metrisch oder imperial
- Zeitzone
- Automatische Abschaltung
- Gerät: Informationen, Werkseinstellungen
Wird eine Strecke gelöscht, bleiben die darauf gefahrenen Sessions erhalten.
Fehlerbehebung
Die RaceBox lässt sich nicht einschalten
Mindestens 24 Stunden ohne Ladegerät liegen lassen, dann anschließen, einige Minuten warten und erneut versuchen.
Sie scheint nicht zu laden
Prüfen, ob das Kabel auf beiden Seiten ganz eingesteckt ist, und ein anderes Ladegerät probieren.
Die GPS-Anzeige bleibt auf „NO FIX“
Freie Sicht zum Himmel sicherstellen – die RaceBox gehört an die Frontscheibe, weiter im Innenraum wird der Empfang schlechter. Prüfen, ob in den GPS-Einstellungen die richtige Antenne (intern/extern) gewählt ist und nichts die Antenne verdeckt. Bei beheizter Scheibe eine externe Antenne nutzen.
Sie hat sich unerwartet ausgeschaltet
Starke Hitze oder Kälte vermeiden und den Akku laden. Notfalls mit angeschlossenem Ladegerät betreiben.
Sie hängt in einem Bildschirm fest
Alle vier Tasten 10 Sekunden gedrückt halten – die RaceBox schaltet sich dann vollständig aus. Bitte gib uns kurz Bescheid, wie es dazu kam.
Die Zeiten weichen von einem anderen Messgerät ab
Andere GPS-Systeme können ebenfalls leicht abweichen – jedes auf seine Weise. Im Lap Timer prüfen, ob Strecke und Konfiguration stimmen (eine andere Start/Ziel-Linie ergibt andere Zeiten). Im Drag Meter prüfen, ob dieselbe Disziplin mit gleicher Rollout-Einstellung gemessen wurde.
Weitere Infos
- Technische Daten
- Sicherheitshinweise
- Originalanleitung (englisch): racebox.pro